Yoga & Trauer

KI-bearbeitet

Yoga & Meditation in der Trauerbegleitung

Trauer hat viele Gesichter und gehört zum Leben. Sie hilft uns, Verluste zu akzeptieren, Abschied zu nehmen und uns neu auszurichten. Trauer verbindet uns mit Menschen, die Ähnliches durchlebt haben, und fördert unser Mitgefühl. Durch Trauer erkennen wir, wie bedeutungsvoll Beziehungen und Erfahrungen für uns sind.

Jeder Mensch trauert anders und das ist in Ordnung. Wird Trauer dauerhaft unterdrückt, kann sie langfristig belasten. Gelebte Trauer hingegen kann dazu beitragen, das Erlebte zu verarbeiten und neue innere Stärke zu entwickeln. Auch wenn Trauer schmerzhaft ist, kann sie Raum für Heilung und persönliche Entwicklung schaffen.

Noch immer dominiert in der Trauerbegleitung vor allem das Sprechen. Gespräche sind wirksam und wichtig – doch Trauer wird nicht nur gedanklich und emotional, sondern auch körperlich erlebt. Deshalb ist es hilfreich, den Körper bewusst in die Begleitung einzubeziehen. Genau hier setzen Yoga und Meditation an: Sie unterstützen Trauernde dabei, zur Ruhe zu kommen, innere Ressourcen zu stärken und Gefühle auch jenseits von Worten zum Ausdruck zu bringen. So kann Trauer nicht nur besprochen, sondern ganzheitlich erfahren und begleitet werden.

MEIN ANGEBOT

Zielgruppe: Yogalehrende – Tageskurs, live-online

Achtsamkeit, Yoga und Meditation in der Trauerbegleitung

Körper, Geist und Seele bilden eine untrennbare Einheit. Und so berührt Trauer stets alle drei Ebenen unseres Seins. Yoga als achtsame Bewegungspraxis kann Trauernde dabei unterstützen, den Verlust ganzheitlich zu verarbeiten, die veränderte Lebenssituation anzunehmen und Schritt für Schritt zu einer neuen inneren Balance zu finden. Langfristig trägt Yoga auch über das erste Trauerjahr hinaus zu einer bewussteren Selbstfürsorge bei.

In diesem Kurs lernen die Teilnehmenden die Grundlagen der Achtsamkeit und des (Selbst-)Mitgefühls kennen und erfahren, warum die Präsenz im gegenwärtigen Moment gerade für Menschen in Trauer von besonderer Bedeutung ist. Atemarbeit und das Konzept des Embodiments nehmen dabei eine zentrale Rolle ein.

Neben einen Einblick in die Trauerarbeit erhalten die Teilnehmenden und einen Leitfaden, wie Yoga- und Meditationsübungen gezielt in die Begleitung trauernder Menschen integriert werden können. Ergänzt wird der Kurs durch sogenannte „Notfallübungen“ sowie dynamische Übungsfolgen, die sich an den verschiedenen Trauerphasen orientieren – für eine stimmige und tiefgehende Selbsterfahrung.

Inhalte des Kurses auf einen Blick:

  • Grundlagenwissen zum Thema Trauer und Trauerbewältigung
  • Mitgefühl und Selbstmitgefühl als Ressourcen im Trauerprozess
  • Einführung in das Konzept des Embodiments
  • Leitfaden zur Trauerbegleitung durch Yoga und Meditation
  • Trauer-Fatigue und restaurative Haltungen
  • Trauerarbeit mit Hilfe von Chakren
  • „Notfall-Übungen“ sowie Umgang mit Wut und Zorn
  • Trauer und Trauma

Termin: 28. November 2026, von 9:00 – 17:00 Uhr
Neben Yogalehrer*innen und Therapeut*innen sind auch interessierte Personen mit Vorerfahrung in Yoga herzlich willkommen. Alle Teilnehmenden erhalten eine Teilnahmebescheinigung.
Investition: 220,- €
Anmeldung und Teilnahmebedingungen
Hinweis: interaktives Seminar mit begrenzter Teilnehmerzahl, aktuell besteht eine Warteliste!


„Trauer gehört zum Leben wie der Atem zum Sein.“
Beitrag von Monika A. Pohl Yoga Aktuell 156 – 01/2026

Yoga als Weg zur Trauerbewältigung nach Verlusterfahrungen
Trauer hat viele Gesichter, sie gehört zum Leben wie der Atem zum Sein. Trauer begegnet uns nicht nur beim Tod eines geliebten Menschen. Auch die Diagnose einer schweren Krankheit, eine schmerzhafte Trennung, tiefgreifende Veränderungen oder andere Schicksalsschläge, die mit Verlust verbunden sind, können sie in uns auslösen. Plötzlich wirkt das Vertraute fremd, der Alltag unwirklich und manchmal sogar bedrohlich. Nichts scheint mehr so zu sein, wie es war. Inmitten dieser Erschütterung sucht der trauernde Mensch nach Halt, Orientierung und einem Weg, wieder Boden unter den Füßen zu spüren.

Trauer ist kein Zeichen von Schwäche, sondern ein Ausdruck von Liebe & Menschlichkeit.