Yoga in der Onkologie: Mehrwert und Evidenz

Bessere Schlafqualität, weniger Fatigue, Angst und Stimmungsschwankungen

Sanftes Yoga in Form von Atemübungen, Hatha- und Restorative-Yoga-Haltungen sowie Meditation zeigt in der onkologischen Nachsorge positive Effekte: Bereits zwei Yoga-Sitzungen pro Woche können Schlafstörungen, Fatigue, Angst und Stimmungsschwankungen messbar lindern – und damit eine nicht medikamentöse Option für gleich vier zentrale Folgesymptome eröffnen, wie jetzt auf dem ASCO Annual Meeting 2026 zu hören war. Yoga sei damit ein kostengünstiger und niedrigschwelliger nicht medikamentöser Ansatz, der Krebsüberlebenden aktiv angeboten werden sollte, so das Fazit der Autorinnen und Autoren der vorgestellten Studie.

Bis zu 95 % der Krebsüberlebenden kämpfen während oder nach ihrer Therapie mit Schlafstörungen. Mehr als die Hälfte leidet zusätzlich unter Stimmungsbeeinträchtigungen („mood disturbance“, MoD), Ängsten oder Fatigue – oft über Jahre hinweg. „Bislang gibt es keinen Goldstandard unter den Verhaltensinterventionen zur Behandlung von Stimmungsbeeinträchtigungen, Angst, Fatigue und Insomnie bei Krebsüberlebenden“, erklärt Prof. Yuri Choi aus Rochester, New York, USA.

An dieser Versorgungslücke setzt das Programm „Yoga for Cancer Survivors“ (YOCAS) an, das sich in einer multizentrischen Phase-III-Studie als wirksam erwiesen hat. Das Thema Yoga für Krebsbetroffene gewinnt somit zunehmend an wissenschaftlicher Evidenz und Bedeutung. Daher sollte Yoga künftig im physiotherapeutischen Setting stärker berücksichtigt und gezielt in bestehende Behandlungskonzepte integriert werden.

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